Hegau-Geschichtsverein Programm 2. Halbjahr 2017 als pdf
Unser Themenschwerpunkt: Denkmalschutz - Heimatpflege

Donnerstag, 19. Oktober 2017, 17:00 Uhr

Führung: Das Aach-Dorf und die Alte Säge

Die Diskussion um Erhalt oder Abbruch der imposanten, doch restaurierungsbedürftigen Alten Säge an der Aach hat den Bauhistoriker Thomas Schaad ermuntert, sich die Bausubstanz der Säge und darüber hinaus des alten Hausbestandes von Aach-Dorf näher anzusehen und auf einem Rundgang von seinen Forschungen zu berichten. Treffpunkt: Alte Säge Aach, Mühlhauser Straße. Kosten: 7 € (Mitglieder 5 €). Arbeitskreis Denkmalpflege

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Samstag, 28. Oktober 2017, 09:30 Uhr

Symposium: Wie die Reformation an den westlichen Bodensee kam und den Hegau beeinflusste

Symposium des Hegau-Geschichtsvereins mit dem Kath. Bildungswerk Singen im Bürger- und Bauernmuseum Hilzingen. Schon Anfang der 1520er Jahre schließen sich in unserer Region die Städte Konstanz und Schaffhausen der Reformation an. Hier treffen lutherische Thesen und zwinglianische Positionen aus Zürich aufeinander. Ambrosius Blarer aus Konstanz wird sogar zum entscheidenden Vermittler zwischen Luther und Zwingli. Ein eigenes Zunft- und Sozialsystem entsteht in Konstanz. Der Hegau blieb dagegen katholisch und wurde zum Ort der Bauernkriege und der Gegenreformation. Die Reformation war eine Zeitepoche großer Umwälzungen und Machtkämpfe. (Fordern Sie unseren Sonderprospekt zum Symposium an!) Kosten: 25 € (incl. Suppe zu Mittag).

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Samstag, 11. November 2017, 08:00 Uhr

Busexkursion: Vom Römerbad ins Silberbergwerk

Mit dem Bus führt die Exkursion zuerst nach Brigobannis, dem römischen Hüfingen, um das große Bad eines römischen Kastells und zugehöriger Zivilsiedlung zu besichtigen. Die mit einem neuen Schutzbau überdachte Badruine aus dem 2./3. Jh. n. Chr. gehört zu den am schönsten erhaltenen römischen Anlagen in Südwestdeutschland. Zweites Ziel ist das bekannte historische Besucherbergwerk »Segen Gottes« bei Haslach im Kinzigtal, in dem bereits im späten Mittelalter vor etwa 800 Jahren mit Schlägel und Eisen silberführende Schwer- und Flussspatgänge abgebaut wurden. Ausgestattet mit Grubenhelm, Lampe und Schutzkleidung, werden unter kundiger Führung die alten Stollen erforscht. (Treppen, teilweise eng!). Leitung: Dr. Jürgen Hald. SMV. Mindestteilnehmerzahl: 20 Personen. Kosten: 42 € (Mitglieder 37 €)

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Dienstag, 14. November 2017, 19:00 Uhr

Vortrag: Waren die Stockacher ursprünglich Schwaben? – Zur Geschichte des Herzogtums Schwaben im Mittelalter

Ausgehend von einer abwegig anmutenden Frage, die das heikle Thema regionaler Identität betrifft, führt der Vortrag von Dr. Heinz Krieg auf der Suche nach einer Antwort ins Mittelalter. Dort liegen die Wurzeln der Alemannia beziehungsweise Suevia – beides Bezeichnungen, die in Bezug auf das ehemalige schwäbische Herzogtum verwendet wurden. Die Entwicklung dieses Herzogtums wird von den Anfängen im frühen Mittelalter über seinen Untergang in der Stauferzeit bis hin zu Wiederauflebungsversuchen und der Entstehung neuer Territorien im späten Mittelalter verfolgt. Dabei fällt im Rückblick auf die spannungsvolle Geschichte dieser zentralen Landschaft des römisch-deutschen Reiches auch ein Licht auf die Wandelbarkeit und Relativität von Raumbezeichnungen und regionalen Identitäten. Ort: Altes Forstamt/Stadtmuseum Stockach. Kosten: 5 € (Mitglieder 4 €). Arbeitskreis Landeskunde/Landesgeschichte Stockach

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Donnerstag, 16. November 2017, 19:15 Uhr

Vorstellung des HEGAU-Jahrbuchs 2017 Denkmalpflege – Heimatpflege im Hegau mit Vortrag: Verschwundene Baudenkmale in Radolfzell

Der Hegau-Geschichtsverein lädt vor der Jahrbuchvorstellung ins Münster ULF in Radolfzell zu einem kleinen Orgelkonzert ein, bevor dann im Friedrich-Werber-Haus der Radolfzeller Historiker Christof Stadler seinen Vortrag zum Thema »Verschwundene Baudenkmale in Radolfzell« hält. Es schließt sich die Jahrbuchvorstellung an, danach sind Sie Gast bei unserem traditionellen Empfang. Ort: Münster Radolfzell, danach Friedrich-Werber-Haus, Marktplatz 7. Keine Kosten!

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Samstag, 18. November 2017, 13:00 Uhr

Exkursion: Burgruinen auf dem Seerücken – Castell und Neuburg

Die Burg Castell (auch Kastel) bei Tägerwilen wurde von den Konstanzer Bischöfen als Rückzugsmöglichkeit bei Auseinandersetzungen mit der Stadt erbaut und im Schweizerkrieg 1499 zerstört. Die Neuburg bei Mammern wird gelegentlich als die bedeutendste Burganlage am Untersee bezeichnet. Sie wurde vermutlich um 1270 von Ulrich von Klingen errichtet und kam kurze Zeit später an die Herren von Kastell. Um 1740 wurde sie bis auf den Turm abgebrochen. Führung durch die Burgenforscher Uwe Frank, Rudolf Martin und Ralf Schrage. Treffpunkt: Parkplatz der Ruine Castell, erreichbar über Tägerwilen, Castellstraße. Kosten: 8 € (Mitglieder 6 €). Nellenburger Kreis

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Dienstag, 5. Dezember 2017, 19:00 Uhr

Vortrag: Singen in der Eisenzeit – Neue Ausgrabungen an der Aach

In den vergangenen zwei Jahren konnten im Singener Norden Teile einer eisenzeitlichen Siedlung von der Kreisarchäologie Konstanz untersucht werden. Der Archäologe Georg Häußler, Universität Tübingen, berichtet über die Ergebnisse der Ausgrabungen und stellt die gewonnenen Funde und Erkenntnisse vor, die tiefere Einblicke in die Lebenswelt der Bewohner des Singener Stadtgebiets vor 2500 Jahren bieten. Archäologisches Hegau-Museum. Ort: Archäologisches Hegau-Museum Singen, beim Rathaus; Kosten: 6 € (Mitglieder 4 €).

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Montag, 11. Dezember 2017, 19:00 Uhr

Vortrag: Was wissen wir über die Ersterwähnungen von Stockach und den Ortsteilen? – Schenkungen für das Seelenheil, Adlige und Klöster im frühen und hohen Mittelalter

Die Sorge. nach dem Tod ins Fegefeuer oder in die Hölle zu kommen, veranlasste weite Teile der mittelalterlichen Gesellschaft, sich schon zu Lebzeiten um das eigene Seelenheil zu bemühen. Durch Stiftungen und Schenkungen an Klöster versicherte man sich des ewigen Gebets der Mönche und Nonnen. Aus dem südwestdeutschen Raum geben zahlreiche Quellen des Hochmittelalters einen Eindruck über diese Praxis, auch im Hinblick auf Stockach und seine Ortsteile. Zugleich wirft der Referent, -Museumsleiter Johannes Waldschütz M. A., einen Blick auf die Ersterwähnung von Stockach und den Ortsteilen, aber auch auf deren erste Bewohner. Ort: Altes Forstamt/Stadtmuseum Stockach. Kosten: 5 € (Mitglieder 4 €). Arbeitskreis Landeskunde/Landesgeschichte Stockach

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Donnerstag, 14. Dezember 2017, 19:00 Uhr

Buchvorstellung: Kunstschätze des Frühmittelalters und der Romanik am westlichen Bodensee

Nach jahrelangen Vorbereitungen kann der Hegau-Geschichtsverein den neuen Band in der Reihe »Kunstschätze« mit dem Titel »Kunstschätze des Frühmittelalters und der Romanik am westlichen Bodensee« von Dr. Franz Hofmann präsentieren. Zum ersten Mal werden alle wertvollen Artefakte aus diesen Zeiten in einer Publikation zusammengestellt, die, weil als Kunstführer konzipiert, auf ideale Weise zu den Kunstschätzen vor Ort hinführt. Die musikalisch umrahmte Vorstellung des Buches findet im Kapitelsaal des ehemaligen Klosters Reichenau, Mittelzell, Münsterplatz 4, statt. Ein Empfang schließt sich an. Keine Kosten.

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Freitag, 5. Januar 2018, 13:30 Uhr

Busexkursion: Weihnachtsbräuche und Weihnachtskunst im schwäbischen Raum – 500 Jahre Festkultur

Krippenfahrt mit Wolfgang Kramer und Martina Blaschka zur Ausstellung des Landkreises Rottweil und der Stadt Sulz im Kultur- und Museumszentrum Schloss Glatt. Präsentiert werden exemplarische Zeugnisse der weihnachtlichen Festkultur, die für den schwäbischen Raum von historischer und aktueller Bedeutung sind. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung der Krippenkultur vom 17. bis ins 21. Jh. mit Exponaten aus öffentlichen und privaten Sammlungen. Als führender Repräsentant der Krippenkunst im Schwarzwald und im Hegau ist Ulrich Scheller aus Engen in der Weihnachtsausstellung mit verschiedenen Schlüsselwerken. Er wird die Gruppe führen. In Zusammenarbeit mit dem Kath. Bildungswerk Oberer Hegau Engen. Abfahrt: 13.30 Uhr Rathaus Singen, 13.45 Uhr Bahnhof Engen. Kosten: 28 € (Mitglieder 25 €)

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Mittwoch, 17. Januar 2018, 19:00 Uhr

Vortrag: Tränen der Götter – Reiche Gräber der Bronzezeit im Hegau

Kreisarchäologe Dr. Jürgen Hald gibt einen Überblick über Grabfunde der mittleren Bronzezeit, die bei archäologischen Untersuchungen im Hegau entdeckt wurden. Im Mittelpunkt stehen die Gräberfelder von Radolfzell-Güttingen und Hilzingen. Gräber dieser Qualität wurden in Baden-Württemberg nur selten gefunden, so dass die etwa 3500 Jahre alten Grablegen mit Beigaben aus Gold, Bronze und Bernstein zu den wichtigsten archäologischen Entdeckungen der letzten Jahre im westlichen Bodenseeraum zählen. Mit Stadtmuseum Radolfzell. Ort: Stadtmuseum Radolfzell, Seetorstraße 3; Kosten: 5 € (Mitglieder 3 €)

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Donnerstag, 18. Januar 2018, 19:00 Uhr

Vortrag: Wilde Wälder in Europa – so wie früher im Hegau?

Natur wird oft mit Wald gleichgesetzt. Doch eigentlich liegen wir mit dieser Assoziation gründlich daneben. Denn auch unsere Wälder sind wie die Wiesen und Äcker Produkte von gezielter Planung, Anbau und Nutzung. Echte ursprüngliche Wälder gibt es in Deutschland schon lange nicht mehr und auch in Europa liegt deren Anteil bei weniger als 1 %. Größere geschlossene Urwälder gibt es nur noch im Osten und Südosten Europas. In seinem Lichtbildervortrag über die letzten wilden Wälder Europas und, was wir von ihnen lernen können, nimmt Prof. Dr. Rainer Luick, Professor für Natur- und Umweltschutz an der Hochschule Rottenburg, die Zuhörerschaft auf eine Zeitreise mit, die auch unsere eigene Kulturgeschichte berührt. Ort: Ratssaal im Rathaus Singen. Kosten: 5 € (Mitglieder 4 €). Arbeitskreis Kulturlandschaft

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Samstag, 20. Januar 2018, 08:00 Uhr

Busexkursion: Satteldach – Flachdach, Kochenhof – Weißenhof: Moderne Baukulturen in Stuttgart

Die durch den Zweiten Weltkrieg und den Wiederaufbau geschundene Stadt Stuttgart bietet erstaunliche Werke des neuen Bauens: Die Kochenhof-Siedlung der »Stuttgarter Schule«, die sich vom Historismus abwandte und einen traditionellen »deutschen« Baustil mit heimischen Materialien propagierte und die berühmte Weißenhof-Siedlung, die das Bauen im internationalen Stil des Bauhauses mit Beton, Stahl und Glas vertrat und von ihren Gegnern als »undeutsch« verunglimpft wurde. Besuch des Le Corbusier-Hauses. Führungen mit der Architektin Inken Gaukel. Leitung: Wolfgang Kramer und Martina Blaschka. Mindesteilnehmerzahl 25 Personen. Kosten: 49 €. (Mitglieder 47 €). Bitte Programm anfordern und anmelden!

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